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Chronik der FWG
Ober-Mörlen |
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von 1981 bis 1989 |
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Nach den schrecklichen Ereignissen des zweiten Weltkrieges und
dem Neubeginn des demokratischen Deutschlands wurde die Ober-Mörler
Kommunalpolitik im wesentlichen von zwei Parteien bestimmt; bis in
den 70iger Jahren liberal gesinnte Bürger durch ihre
Wahlentscheidung eine zusätzliche Ein-Personen-Fraktion
ermöglichten.
Damit nicht genug. Manche politische Entscheidung fand nicht die
breite Zustimmung der Bevölkerung. Hinzu kam das
"Erdrutsch-Wahlergebnis" der Kommunalwahl 1977, das bei der nächsten
Bürgermeisterwahl Auswirkungen haben sollte.
Der Boden war bereitet für eine neue unabhängige politische Kraft um
in und für Ober-Mörlen, für die Bürgerinnen und Bürger tätig zu
werden.
Am 4. Februar 1981 war es soweit. An jenem Abend trafen sich 25
verantwortungsbewusste Damen und Herren - durch Presseberichte
animiert oder von Theo Heil persönlich angesprochen - im Ober-Mörler
Schloss.
Eine Anwesenheitsliste wurde geführt, die heute als Gründerliste der
FWG Ober-Mörlen gilt. Es erklärten sich über 20 Anwesende bereit, in
einer Freien Wählergemeinschaft mitzuwirken.
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Dieses Bild, aufgenommen im Rittersaal des
Ober-Mörler Schlosses, zeigt die erste "Mannschaft"
der FWG, die zu ihrer
Kommunalwahl am 22. 03. 1981 antrat.
Sitzend von links: Wenzel Weber+, Inge König, Theo
Heil +, Horst Adelmann
Stehend von links: Gunther Eberhard, Walter Schuld, Albert
Recht, Ludwig König,
Josef König+,
Manfred Sprengel, Heinz Grünen, Franz Drechsler, Herbert Häuser
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Da die Zeit bis zum Wahltermin drängte mussten die notwendigen
Formalitäten besprochen werden.
Eine Kandidatenliste mit 14 Personen für die Kommunalwahl am 22.
März 1981 wurde aufgestellt. Es wurde der Wahlvorschlag der FWG beim
Gemeindewahlleiter eingereicht um die Zulassung für die
Gemeindevertreterwahl im Wahlkreis Ober-Mörlen zu erhalten.
Die damaligen Verantwortlichen im Rathaus sahen die Aktivitäten
der neuen politischen Gruppierung naturgemäß nicht gern. Es wurde
alles getan um die Entstehung der FWG zu verhindern. So wurden sogar
die 73 Personen, die mit ihrer Unterschrift den Wahlvorschlag der
FWG unterstützten, persönlich vom damaligen Bürgermeister
angeschrieben um ihnen ihren vermeintlichen Fehler vor Augen zu
halten.
Aber die Freien Wähler konnten von niemanden mehr aufgehalten
werden.
Die Zeit bis zum Wahltermin wurde mit Flugblättern, Briefen und
sonstigem Werbematerial ausgefüllt um die Bevölkerung zu
informieren. Besonders sind hier Franz Drechsler, Theo Heil und
Manfred Sprengel zu erwähnen, die per Lautsprecher die Ober-Mörler
Bürgerinnen und Bürger auf die FWG aufmerksam machten.
Und dann kam der Abend des 22. März 1981, 18.00 Uhr Schließung
der Wahllokale, Spannung pur überall. Wie haben die etablierten
Parteien abgeschnitten, wie wurde die FWG gewählt?
Der FWG ist es gelungen, aus dem Stand 417 Stimmen auf sich zu
vereinen, was 13,5 % entsprach, während alle anderen Parteien
deutliche Verluste hinnehmen mussten.
Theo Heil als Beigeordneter im Gemeindevorstand, Horst Adelmann,
Wenzel Weber, Inge König und Manfred Sprengel als Gemeindevertreter
zogen in das Gemeindeparlament ein. Anhand des Wahlergebnisses waren
wir in allen Ausschüssen vertreten.
Das kommunalpolitische Leben konnte beginnen!
Außer Theo Heil waren es "kommunalpolitische Neulinge", die sich
aber schnell mit den Gegebenheiten vertraut machten und der
Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger und besonders der FWG
Gründungsmitglieder sicher sein konnten.
Mit großen Schritten ging es auf die nächste Wahl im Jahre 1985
zu. Jetzt musste es sich beweisen, ob die Ober-Mörler Bürgerinnen
und Bürger die Arbeit der Freien Wähler auch weiterhin so
honorierten. Hatten die Freien Wähler den Erwartungen entsprochen?
Die neu aufgestellte Kandidatenliste, jetzt mit 23 Bewerbern,
zeichnete sich durch viele junge Persönlichkeiten aus. Ein
umfangreiches Wahlprogramm wurde erarbeitet, entsprechende
zusätzliche Werbung verstärkt verteilt. Zweifler gab es auch, aber
die optimistische Grundhaltung, die die Freien Wähler von Anfang an
begleitete, hat gesiegt. Das Motto war: "Wir schaffen es wieder".
Das Wahlergebnis 1985 wurde eine Bestätigung von 1981. 14 % der
abgegebenen Stimmen entfielen auf die Freien Wähler, dies entsprach
4 Mandaten, nur 4 Stimmen fehlten zum 5. Sitz im Parlament. Es hat
(noch) nicht sein sollen.
Wiederum Theo Heil als Beigeordneter, Inge König, Manfred
Sprengel, Fritz Kunert und Maria Pree als Gemeindevertreter/innen
waren die Formation der FWG im Parlament. Es wurden auch jetzt
wieder alle 4 Ausschüsse besetzt. Diese Legislaturperiode barg
politischen Sprengstoff, denn 1985 stand die Bürgermeisterwahl an.
In heftigen Pressegefechten stellten die verschiedenen
politischen Lager die Vorzüge ihrer Kandidaten und die Mängel der
Anderen heraus.
Die FWG verständigte sich mit der SPD, den bisherigen
Bürgermeiser Simon zu entthronen und Karl Heinz Burk, damaliger 1.
Beigeordneter, als Bürgermeister ins Amt zu bringen.
Dies wurde auch am 18.12.1985 verwirklicht und Theo Heil für die
FWG zum neuen ehrenamtlichen 1. Beigeordneten bestellt.
Die Folge waren heftige Vorwürfe der Opposition. Es wurde
behauptet, dass FWG und SPD einen Postenhandel betrieben und die
Freien Wähler nur ein Ableger der "Roten" seien. Auch von
Steigbügelhalter war die Rede und die nächste Wahl werde alles
beweisen.
Die nächste Wahl im Jahre 1989 bestätigte dies nicht!!!
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von
1989 bis 1997 |
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Eine Kandidatenliste mit jetzt 31 Bewerbern für Ober-Mörlen und
erstmals für den Ortsbeirat in Langenhain-Ziegenberg mit Dieter
Roth, erbrachte 15,4 % und damit erneut eine Steigerung auf 5 Sitze
in der Gemeindevertretung und den Einzug in den Ortsbeirat.
Im Parlament vertraten Reinhold Wolfinger, Fritz Kunert, Ludwig
König, Jürgen Schneider und Herbert Schell die Interessen der FWG
während Theo Heil im Amt des 1. Beigeordneten bestätigt wurde.
Erneut konnten wieder alle Ausschussplätze stimmberechtigt besetzt
werden.
Dennoch blieb ein kleiner Wermutstropfen. Die FWG/UWG-Kreistagsliste
scheiterte trotz Ober-Mörler Beteiligung und Unterstützung an der 5
%-Hürde.
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Dann ein Schock für
die Freie Wählergemeinschaft:
Am 8. November 1990 verstarb Theo Heil, Gründer,
1. Vorsitzender und 1. Beigeordneter der FWG.
Es war immer Theo
Heils Anliegen, dass es weiter gehen muss mit unserer Gemeinschaft.
Deshalb erfolgte eine schnelle und zügige Wahl eines neuen 1.
Vorsitzenden. Reinhold Wolfinger übernahm dieses Amt und Inge König
trat die Nachfolge von Theo Heil als ehrenamtliche 1.
Beigeordnete im Gemeindevorstand für die FWG an.
In den Jahren der Gründung und des Aufbaus der FWG wurden aber
nicht nur politische Gedanken eingebracht. Die FWG beschäftigte sich
auch mit gesellschaftlichen Belangen. Es kam der Gedanke auf, ein
Grillfest auszurichten. Am 29. 6.1985 konnte diese Idee in die Tat
umgesetzt werden. Die große Resonanz unter der Ortsbevölkerung
bestätigte die bis dahin unbekannte Aktivität. Die Freien Wähler
entschlossen sich, alljährlich am Tag der Deutschen Einheit ein
Grillfest mit Kinderflohmarkt abzuhalten. |
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Diese Tradition, bei der auch Kontakte zu befreundeten
Wählergemeinschaften geknüpft und gefestigt wurden, hatte lange
Gültigkeit bis zum Vollzug der Einheit der Nationalfeiertag auf den
3. Oktober verlegt wurde. Diese Jahreszeit hielt man für denkbar
ungeeignet für ein Grillfest.
Als Ersatz für die sommerlichen Grillfeste wurde nun der "Tag
des offenen Denkmals" genutzt um interessante kulturelle Orte,
Städte usw. in der näheren Umgebung zu besuchen.
In Verbindung mit der Jahreshauptversammlung wurde am 2. März
1991 im Kolleg der Pizzeria "da Jolly" (vormals Darmstädter Hof,
Frankfurter Str.) das 10-jährige Bestehen der FWG Ober-Mörlen in
gemütlicher Runde begangen. Vom 1. Vorsitzenden Reinhold Wolfinger
wurden die Gründungsmitglieder geehrt. Der FWG/UWG Kreisvorsitzende
Helmut Münch sprach über "Die FWG im Wetteraukreis im Wiederaufbau”.
Zurück zu den politischen Themen und Begebenheiten.
Im kommunalpolitischen Geschehen Ober-Mörlens wurde bekannt, dass
Bürgermeister Karl Heinz Burk für eine erneute Kandidatur als
Bürgermeister nicht mehr zur Verfügung steht. Die Gemeindevertretung
beschloss daraufhin die Ausschreibung der Stelle und bildete einen
Bürgermeister-Wahlvorbereitungsausschuss; die Interessen der FWG
wurden vom damaligen Fraktionsvorsitzenden Ludwig König
wahrgenommen.
Nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen wurden mehrere Personen
zur persönlichen Vorstellung eingeladen.
In der entscheidenden Gemeindevertretersitzung wurde Frau Erika
Schäfer mit Stimmenmehrheit von SPD und FWG zur Bürgermeisterin
gewählt.
Über den Amtsantritt am 22. Januar 1992 berichteten die regionale
und auch die überregionale Presse sehr ausführlich, war es doch
erstmalig in Hessen, dass an der Spitze einer Kommune zwei Frauen
standen:
Bürgermeisterin Erika Schäfer und die 1. Beigeordnete Inge König
von der FWG.
Diese neue Situation passte der CDU-Opposition überhaupt nicht.
Der 1. Beigeordneten wurden aus der Vertretungszeit von
Bürgermeister Karl-Heinz Burk bis zur Amtseinführung von Erika
Schäfer Versäumnisse in Form von "Liegengebliebenes in Schubladen"
vorgeworfen.
Weiterhin wurde nach nur 11 Arbeitstagen der neue Führungsstil des
weiblichen Duos Schäfer/König kritisiert.
Ein "offener Brief" von der damaligen 1. Beigeordneten Inge König
an den CDU-Fraktonsvorsitzenden Gottlieb Burk bestätigte ihm
offensichtlich prophetische Fähigkeiten.
In den bisherigen drei Wahlperioden stellten die Freien Wähler
unter Beweis, dass sie Gemeindepolitik mit Sachverstand und Augenmaß
erfolgreich umzusetzen in der Lage waren.
Es rückte die nächste Kommunalwahl am 7.3.1993 heran.
Die Kandidatenliste der FWG wurde von Inge König angeführt. Ihr
folgten junge engagierte und kommunalpolitisch erfahrene Bewerber.
Das Ergebnis war äußerst positiv. Eine Zunahme auf 18,8 % und somit
6 Sitze im Parlament.
Klaus-Peter Ditschler, Jürgen Schneider, Dorothe Hub-Liese, Fritz
Kunert, Ruth Schmidt und Ludwig König bildeten die neue Fraktion und
Inge König als 1. Beigeordnete trug Verantwortung im
Gemeindevorstand.
Gleichzeitig wurden alle Ausschüsse und Kommissionen stimmberechtigt
besetzt. Erstmalig wurde von der FWG ein Ausschussvorsitzender
gestellt. Die Mitglieder des Bauauschusses entschieden sich
mehrheitlich für Ludwig König.
Die Butzbacher Zeitung titelte am 9.3.1993:
“ In Ober-Mörlen geht künftig ohne die Freien Wähler nichts mehr ”
Dieser Stimmenzuwachs war für alle Beteiligten erfreulich, er
brachte aber auch mehr Verantwortung mit sich. Eines der wichtigsten
Projekte in dieser Legislaturperiode war die Erstellung des
kommunalen Kindergartens und die vielfältigen Fragen um die
Usatalhalle.
Erneut musste die FWG einen schweren personellen Verlust
hinnehmen. Am 24. Januar 1994 verstarb nach einem Autounfall
Klaus-Peter Ditschler, Amtmann in der Stadtverwaltung Frankfurt,
unser junger, kompetenter, hoffnungsvoller Mitstreiter.
Als Nachfolger übernahm Helmuth Neuf die verantwortungsvolle
Aufgabe als Gemeindevertreter bis zum Ende der Legislaturperiode.
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von
1981 bis 1989
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Das gute Wahlergebnis
von 1993 mit 18,8 % war Ansporn für die Kommunalwahl am 2. März
1997.
Die
FWG-Kandidatenliste umfasste 33 Bewerber, auf den Spitzenplätzen
wieder eine gute Mischung aus jungen, dynamischen und erfahrenen
Personen.
Die
FWG-Mannschaft war gut aufgestellt, denn mit 18,4%
erreichten wir fast das Ergebnis von 1993.
Der geringe
Stimmenverlust wurde auf die niedrigere Wahlbeteiligung
und das Fehlen eines Bewerbers aus Langenhain-Ziegenberg
zurückgeführt; allein hier betrug der Verlust 7,4 %. |
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Trotzdem erreichten die Freien Wähler wieder 6 Mandate.
Mit Jürgen Schneider,
Joachim Jung, Astrid Hölzer, Andreas Geck, Herbert Hahn und Brigitte
Scherer im Gemeindeparlament und Inge König im Gemeindevorstand war
die FWG bestens vertreten. Die Mitwirkung als stimmberechtigte
Ausschussmitglieder erhöhte die FWG-Kompetenz für Ober-Mörlen.
Aus beruflichen
Gründen musste in der zweiten Hälfte der Wahlperiode Brigitte
Scherer ihr Gemeindevertretermandat niederlegen. Wiederum war
Helmuth Neuf als Nachfolger bereit.
In der
Gemeindevertretung wurde es etwas "bunter", die Grünen schafften
erstmals in Ober-Mörlen den Sprung in das Parlament.
Nach vielen Jahren der
Diskussion und Beratung wurde in einer Volksbefragung
(Volksabstimmung) mit großer Mehrheit ein Votum für die Direktwahl
der Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte abgegeben und im
Gesetz verankert.
Somit musste sich nach
Ablauf ihrer Wahlzeit die Bürgermeisterin Frau Erika Schäfer im
Herbst 1997 der Bevölkerung von Ober-Mörlen zur Bürgermeister/innen-Wahl
stellen. Sie hatte in der Stichwahl am 2. November 1997 in Sigbert
Steffens einen Gegenkandidaten.
Mit (knapper) Mehrheit votierten die Ober-Mörler Bürger für Frau
Erika Schäfer als Bürgermeisterin.
Dieser
Vertrauensbeweis schwand in der Folgezeit bei der Bevölkerung und
auch bei den Parlamentariern. Es kam zur Eskalation, im
Gemeindeparlament wurde ein Abwahlantrag gestellt, der selbst von
vier SPD-Abgeordneten unterstützt wurde. Nach den gesetzlichen
Bestimmungen wurde auch der zweite Abwahlantrag (mit CDU, FWG, FDP,
Grüne und wiederum mit SPD-Stimmen) positiv beschieden.
Als (Ab-) Wahltermin
wurde der 7. Mai 2000 festgelegt; 56,6 % der gültigen Stimmen waren
der Beweis für die Abwahl von Frau Erika Schäfer als
Bürgermeisterin.
In Hessen war dies die erste Abwahl eines von den Bürgern und
Bürgerinnen gewählten Ortsoberhauptes. Nun stand Ober-Mörlen ohne
Bürgermeister/in da. Der damalige 1. Beigeordnete Horst Wagner von
der CDU führte die Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl. Diese Neuwahl am
3. September 2000 brachte Sigbert Steffens ins Bürgermeisteramt.
Ein für Hessen neues
Wahlsystem, das bei der Kommunalwahl am 18. März 2001 erstmals
angewandt wurde, ist das Kumulieren und Panaschieren.
Die
Persönlichkeitswahl wird dadurch gestärkt. Der Vorteil für die
Wähler/innen liegt darin, nicht die von den Parteien ausgehandelten
Bewerberlisten in der vorgegebenen Reihenfolge akzeptieren zu
müssen. Die Wähler/innen können durch Stimmverteilung auf
unterschiedliche Bewerber aktiv auf die Zusammensetzung des
Parlaments Einfluss nehmen. Es besteht die Möglichkeit, pro Bewerber
bis zu drei Stimmen zuzuteilen oder andere Bewerber zu streichen.
Die Folge des Systems sind sehr große Wahlzettel die nur von Hand
ausgefüllt werden können und ein Auszählungsmarathon von mehreren
Tagen.
Vielleicht wirkte sich
das neue Wahlsystem und die damit verbundene Unsicherheit der
Bürger/innen auf die um ca. 15 % geringere Wahlbeteiligung aus. Im
Landestrend liegend hat die FWG Ober-Mörlen, erstmalig in ihrer
Geschichte, einen Stimmenrückgang um 5 % zu verzeichnen. Die
erreichten 13,4 % entsprachen 4 Sitzen in der Gemeindevertretung.
Das Wahlergebnis der
FWG-Bewerber zeigte diese Reihenfolge: Herbert Hahn, Joachim Jung,
Eva Stumpf, Andreas Geck und Sabine Kress. Bemerkenswert der große
Sprung auf Platz 6 von Inge König als Listenletzte. In den
Gemeindevorstand wechselte Joachim Jung. Im Laufe der
Legislaturperiode schieden Andreas Geck und Sabine Kress aus und
dafür rückten Jan Wölfl und Pia Zwermann nach. Diese 4
Parlamentsitze geben der FWG die Möglichkeit in allen Ausschüssen
und Kommissionen stimmberechtigt vertreten zu sein.
Darüber hinaus
übernahm Eva Stumpf den Vorsitz des Ausschusses Jugend, Sport und
Kultur. Den Vorsitz des Ausschusses Bau und Verkehr übernahm Jan
Wölfl.
In der derzeitigen
Legislaturperiode, wo geringe Einnahmen und Zuweisungen die
Haushaltspläne bestimmen, konnten und mussten trotzdem Investitionen
getätigt werden. Hier ist die Erschließung von zusätzlichen
Gewerbeflächen im bestehenden Gewerbegebiet vorrangig. Um unsere
Steuereinnahmen zu verbessern muss mit Vorrang die Neuansiedlung von
Gewerbebetrieben forciert werden.
Wird fortgesetzt!
Für die Mandatsträger
der FWG bleibt auch in Zukunft noch viel zu tun. Sie werden sich
immer den Bürger/innen verpflichtet fühlen und das Gruppenemblem FWG
beherzigen:
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Die Freien Wähler
wissen auch, dass zur Durchsetzung politischer Anliegen immer
Mehrheiten notwendig sind. Wir haben sie bisher gefunden und werden
sie auch zukünftig finden. Da sind wir sicher! |
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