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Nie wieder über den Berg?
FWG hat die Kommunalaufsicht eingeschaltet!

Unerwartet und plötzlich hat Herr Bürgermeister Steffens
im vergangenen Jahr zwei Straßen „Über den Berg“ in
Richtung Bad Nauheim für den öffentlichen Verkehr
gesperrt. Zugleich wurden die Strecken für den
Anlieger-verkehr freigegeben, die Höchstgeschwindigkeit
auf 30 Stundenkilometer festgelegt und
auf Straßenschäden hingewiesen. Diese Maßnahmen wurden
zunächst lediglich über die Presse erläutert.

Damit
wurde den Ober-Mörlern die seit Jahrzehnten mögliche
direkte Fahrt auf kürzestem Weg nach Bad Nauheim bzw.
Friedberg genommen. Die Straßen wurden vor einigen
Jahrzehnten mit einer Asphaltdecke ausgestattet und sind
nach der Auffassung der weit überwiegenden Mehrheit der
Bürgerinnen und Bürger in einem tauglichen Zustand, der
auch bei angemessenem Verkehrsverhalten einen
Begegnungsverkehr ermöglicht. Unsere Erfahrung zeigt,
dass es in Deutschland viele Straßen in ähnlichem
Zustand gibt, die legal befahren werden dürfen.
Der
Bürgermeister hat in verschiedenen Gremien, gegenüber
der Presse und bei sonstigen Anlässen
fol- |
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gende
Gründe für die Sperrung formuliert:
Die Gemeinde könne sich die Unterhaltung
der Straßen nicht leisten.
Der Straßenzustand erfordere eine
Sperrung.
Die Sperrung sei im Hinblick auf Chancen
für eine Ortsumgehung erforderlich.
Nach
der Sperrung haben wir für einen einstimmigen Beschluss
der Gemeindevertretung mit dem Ziel der sofortigen
Öffnung der Straßen für den allgemeinen Verkehr gesorgt.
Diesen hat der Bürgermeister nicht befolgt. Anschließend
folgte eine gemeinsame Anfrage aller Mitglieder der
Gemeindevertretung zur Sperrung. Zudem wurde dem
Bürgermeister eine Liste mit 911 Unterschriften durch
die AWO mit dem Ziel der Öffnung der Straßen übergeben
und es kam zu einer Demonstration mit zahlreichen
Teilnehmenden.

Fakt ist somit, dass der Bürgermeister gegen den Willen
aller Mitglieder der Gemeindevertreter handelt und
keinen Rückhalt für sein Vorgehen bei der Bevölkerung
hat. Die Maßnahme stellt einen Eingriff in zumindest
Jahrzehnte alte Rechte der Einwohner dar und bedeutet
einen erheblichen Einschnitt in deren Lebensqualität.
Interessant ist auch, dass die dritte Verbindung über
den Berg, die verlängerte Hasselhecker Straße, sich in
einem wesentlich schlechteren Zustand befindet als die
beiden gesperrten
Straßen, diese aber geöffnet blieb. Wenn
Sicherheitsbedenken für die Sperrung der beiden Straßen
entscheidend gewesen wären, warum hat der Bürgermeister
dann gerade die Straße nicht gesperrt, die am meisten
beschädigt ist?
Während
die in der Gemeindevertretung vertretenen Parteien sich
scheinbar in einer Schockstarre befinden, haben wir die
Kommunalaufsicht zur rechtlichen Prüfung des Vorgehens
des Bürgermeisters einge-schaltet.
Wir reden nicht nur, wir
handeln!
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Der Kampf um Raum für Sport
Gerade eben erleben wir
das übliche Dilemma. Die Usatalhalle ist für den
Fasching reserviert, die Kampagne dauert sehr lange.
Andere Nutzungsmöglichkeiten der Halle sind nicht
möglich.

Diese Situation erleben
wir gerade in der Jahreszeit, in der auch die Fußballer
und Tennisspieler Hallenzeiten benötigen. Wir erinnern
in dem Zusammenhang an das Zelt auf dem SV-Gelände und
den Zukauf von Hallenzeiten durch den SV in Butzbach um
den Kindern weiterhin Trainingsmöglichkeiten zu bieten.
Weiteres Beispiel: hätte
der TV keine Spielgemeinschaft mit dem TSV Nieder-Mörlen
gebildet und damit Trainingsmöglichkeiten auch in
Nieder-Mörlen und Bad Nauheim erschlossen, dürfte der
Jugendhandball hier mittlerweile eingestellt worden
sein.
Als Ausweichmöglichkeit
steht nur die ohnehin auch ausgelastete Schulturnhalle
zur Verfügung. Dabei sind wir auf den Kreis angewiesen,
dem diese Halle gehört.
Für uns steht außer
Frage, dass eine Gemeinde mit 6000 Einwohnern, diesen
eine ganzjährige Möglichkeit des Hallensports bieten
muss. Wenn man andere vergleichbare Kommunen betrachtet,
verfügen diese alle über Einrichtungen, die parallel
Sport und Kultur ermöglichen. Dort hat man separate
Bürgerhäuser und Sporthallen, während hier auch die
Bürgerhausfunktion von der Usatalhalle übernommen wird.
Hier haben wir dringenden
infrastrukturellen Nachholbedarf. Wer diesen infrage
stellt, spielt mit den Zukunftsperspektiven der
Gemeinde. Innerhalb der nächsten drei Jahre muss ein Bau
begonnen werden.
Schlosshof als Open-Air-Bürgerhaus

Schön
ist er geworden, der Schlosshof. Dabei handelt es sich
um das größte Projekte der vergangen Jahre, das
schrittweise umgesetzt wurde.
So
wurden aus den Remisen und dem ehemaligen
Öko-nomiegebäude schmucke Räume für die
unterschied-lichsten Zwecke. Der Hof hat nun das
Potenzial zum Open-Air-Bürgerhaus. Wir freuen uns sehr
über die hochwertige Ausführung des Schlosshofes und der
Nebengebäude, wenn auch teilweise unter
unverständ-lichen Auflagen des Denkmalschutzes. Auf
Antrag der FWG wurde ein Kulturforum eingerichtet um den
Schlosshof möglichst schnell mit Leben zu füllen.
Wir
wollen - wie in anderen Orten auch - ein Kulturprogramm
für die Gemeinde und selbstverständlich viele private
Veranstaltungen, Vereinsfeste etc. im schönen Ambiente.
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Kosten senken, Einnahmen sichern, Risiken
mindern
Wir
haben dafür gesorgt, dass der Energieverbrauch aller
Gemeindeliegenschaften optimiert wird. Alle
Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde wurden
ganztägig geschult. Wir erwarten, dass absolut
wirt-schaftlich gehandelt wird.
Durch
die Photovoltaikanlagen auf den Feuerwehr-gerätehäusern,
dem DGH und dem Kindergarten haben wir dazu beigetragen,
dass sichere Einnahmen für die Gemeinde fließen.
Von uns
kam die Idee, das jetzige Ärztehaus und das kleine
Fachwerkhaus am Beginn der Elisabethenstraße zu
verkaufen. Dadurch konnten Einnahmen erzielt und hohe
finanzielle Risiken von der Allgemeinheit abgewendet
werden.
Unser Kapellchen

Das
historische Kapellchen am Ortseingang, das nicht der
Kirche sondern der Gemeinde gehört, wurde und wird auf
unseren Antrag Schritt für Schritt saniert. Das Gebäude
war sehr heruntergekommen und ist nun wieder in einem
besseren Zustand.
Der Kirchplatz

Die
Gestaltung ist gut geworden. Mit den Anwohnern und der
Kirche wurde ein schöner Kompromiss zwischen Dorfplatz
und Kurzzeitparkplatz gefunden. Wenn jetzt noch die
fehlenden Bänke aufgestellt und Bäume gepflanzt werden,
ist ein schicker Platz entstanden. Es sollen schon Leute
gesagt haben, sie würden gerne allein wegen des schönen
Platzes noch einmal heiraten. Ob der gleiche Partner
wieder geheiratet werden soll, ist nicht bekannt…
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Büchereien gehören für uns zur Grundversorgung
Prima
finden wir die Gemeindebüchereien in der Zwetschengasse
und im alten Rathaus. In beiden von der Gemeinde
betriebenen Einrichtungen sind die Bücherauswahl und die
Atmosphäre gut. Im Angebot finden sich Neuerscheinungen
und Klassiker, Sachbücher und Romane, auch Hörbücher
sind zu finden. Kinder und Jugendliche finden eine
beinahe unerschöpfliche Auswahl an Hörspielen und
Filmen. Während der Öffnungszeiten trifft sich Jung und
Alt. Das Angebot spricht alle Altersgruppen an und in
den Räumen findet so manches Gespräch über „Gott und die
Welt“ statt.
Besonders bemerkenswert finden wir, dass das Ausleihen
kostenlos ist. Das ist nicht selbstverständlich und zum
Beispiel in der Stadt „über dem Berg“ ganz anders.
Zuletzt wurde der Standort in der Zwetschengasse infrage
gestellt und der Umzug in den Schlosshof beantragt. Wir
sehen das anders. Da mit dem Vermieter in der
Zwetschengasse ein langfristiger Mietvertrag besteht,
wollen wir bis zu dessen Ablauf keinen Umzug, zumal
dieser mit einer Verkleinerung des Angebots verbunden
wäre.
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Arm oder Reich?
Die
öffentliche Meinung in den Medien vermittelt, dass alle
Städte und Gemeinden arm und hoch verschuldet sind.
Wirklich alle Städte und Gemeinden? Nein! Es gibt einige
wenige Dörfer in Hessen mit einem niedrigen
Schuldenstand und Handlungsfähigkeit beim Investieren.
Ober-Mörlen gehört dazu und das ist auch das Ergebnis
guter und solider Haushaltspolitik der FWG und ihrer
Partner in den vergangenen Jahren.
Zum
Ende dieses Jahres werden wir voraussichtlich mit ca.
1,4 Millionen Euro verschuldet sein, was einer pro
Kopf-Verschuldung von ca. 240 Euro entspricht. Von den
Verbindlichkeiten beziehen sich nur ca. 600.000 Euro auf
den allgemeinen Kreditmarkt, der Rest sind besonders
zinsgünstige Darlehen des Landes. Das sind Superwerte im
Hessenvergleich.
Für
2011 kann mit Einnahmen in Höhe von 11,4 Millionen Euro
bei Aufwendungen von 10,9 Millionen Euro gerechnet
werden. Folge wäre ein Überschuss. Das hört sich doch
gut an oder? Die Haushaltslage hat in den vergangenen
Jahren immer wieder Investitionen zugelassen. Bis zum
Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise konnten zudem
Jahr für Jahr Rücklagen gebildet werden. Diese sind nun
aufgebraucht, aber die Lage scheint sich jetzt auch
wieder zu bessern.
Unsere Bewertung ist: Wir sind weder arm
noch reich, haben kaum Schulden und können uns alle
notwendigen Investitionen leisten |
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